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Arbeitsrecht Krankmeldung

24. Januar 2026 / Arbeitsrecht Anwalt Berlin

Arbeitsrecht Krankmeldung – Der ultimative Wiki-Guide für Arbeitnehmer in Deutschland

(Rechte, Pflichten, Fristen, Lohnfortzahlung, eAU, Kündigung, Abfindung & Praxisfälle)

Kurzüberblick: Warum die Krankmeldung arbeitsrechtlich so wichtig ist

Die Krankmeldung im Arbeitsrecht ist weit mehr als ein kurzer Anruf beim Arbeitgeber. Sie entscheidet über:

  • den Anspruch auf Lohnfortzahlung,
  • den Bestand des Arbeitsverhältnisses,
  • mögliche Abmahnungen oder Kündigungen,
  • und nicht selten über Abfindungen im Rahmen arbeitsgerichtlicher Verfahren.

Fehler bei der Krankmeldung gehören zu den häufigsten Gründen für arbeitsrechtliche Konflikte – insbesondere bei Kündigungen während oder nach einer Erkrankung.

Dieser Wiki-Artikel ist bewusst ultrakompakt, tiefgehend und praxisnah aufgebaut. Er richtet sich an Arbeitnehmer, Angestellte, Führungskräfte – und alle, die ihre Rechte kennen und sichern wollen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was bedeutet Krankmeldung im Arbeitsrecht?
  2. Unterschied: Krankmeldung vs. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
  3. Wann und wie muss man sich krankmelden?
  4. Form der Krankmeldung (Telefon, E-Mail, WhatsApp?)
  5. Ab wann ist ein ärztliches Attest erforderlich?
  6. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)
  7. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall – Voraussetzungen & Dauer
  8. Krankmeldung und Urlaub – was gilt?
  9. Krankmeldung in der Probezeit
  10. Krankmeldung während Kündigung oder Kündigungsfrist
  11. Kündigung wegen Krankheit – wann ist sie zulässig?
  12. Abmahnung wegen Krankmeldung – erlaubt oder rechtswidrig?
  13. Krankmeldung und Homeoffice
  14. Krankheit bei Minijob, Teilzeit & Befristung
  15. Krankmeldung bei psychischen Erkrankungen
  16. Datenschutz & Schweigepflicht – was darf der Arbeitgeber wissen?
  17. Typische Fehler bei der Krankmeldung
  18. Krankmeldung als Kündigungsfalle – Praxisbeispiele
  19. Rechte von Arbeitnehmern – kompakte Übersicht
  20. Pflichten von Arbeitnehmern – kompakte Übersicht
  21. Checkliste: Krankmeldung rechtssicher durchführen
  22. Handlungsempfehlung
  23. FAQ – die wichtigsten Fragen zur Krankmeldung

1. Was bedeutet Krankmeldung im Arbeitsrecht?

Die Krankmeldung ist die unverzügliche Mitteilung des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber, dass er arbeitsunfähig erkrankt ist und deshalb seine Arbeitsleistung nicht erbringen kann.

Wichtig:
Arbeitsunfähigkeit ≠ Krankheit.
Man kann krank sein und trotzdem arbeitsfähig – und umgekehrt.

Arbeitsrechtlich entscheidend ist allein die Arbeitsunfähigkeit.

2. Krankmeldung vs. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU)

Viele verwechseln diese Begriffe:

Begriff Bedeutung
Krankmeldung Information an den Arbeitgeber
Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) Ärztlicher Nachweis

Die Krankmeldung kommt immer zuerst.
Die AU ist nur der Beleg, nicht die Meldung selbst.

3. Wann muss ich mich krankmelden?

Grundregel

Unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern.

In der Praxis bedeutet das:

  • vor Arbeitsbeginn,
  • spätestens zu Beginn der regulären Arbeitszeit.

Wer erst mittags Bescheid sagt, obwohl er morgens hätte anrufen können, handelt pflichtwidrig.

4. Wie darf ich mich krankmelden?

Zulässige Wege (sofern nichts anderes geregelt ist):

  • Telefon 📞
  • E-Mail ✉️
  • Interne Systeme
  • Messenger (z. B. WhatsApp), wenn erlaubt

Unzulässig oder riskant:

  • gar keine Meldung
  • verspätete Meldung
  • Meldung über Kollegen ohne Absprache

Tipp: Immer so melden, dass der Zugang nachweisbar ist.

5. Ab wann brauche ich ein Attest?

Gesetzliche Grundregel

Ein ärztliches Attest ist ab dem 4. Kalendertag erforderlich.

Aber:

Der Arbeitgeber darf früher ein Attest verlangen:

  • ab dem 1. Krankheitstag
  • ohne Begründung

Das ist rechtlich zulässig und vielfach bestätigt, u. a. durch das
Bundesarbeitsgericht.

6. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Seit 2023 gilt in Deutschland die eAU.

Was hat sich geändert?

  • Arbeitnehmer müssen die AU nicht mehr einreichen
  • Arbeitgeber rufen die AU bei der Krankenkasse ab
  • Pflicht zur Krankmeldung bleibt unverändert

Fehlerquelle:
Viele Arbeitnehmer glauben, sie müssten gar nichts mehr tun – das ist falsch.

7. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Anspruch besteht, wenn:

  • das Arbeitsverhältnis mindestens 4 Wochen besteht
  • keine Selbstverschuldung vorliegt
  • Krankmeldung ordnungsgemäß erfolgt

Dauer:

bis zu 6 Wochen pro Krankheit

Danach:
Krankengeld von der Krankenkasse

8. Krankmeldung und Urlaub

Grundsatz:

Erkrankt man im Urlaub und weist dies ärztlich nach,
werden die Urlaubstage nicht verbraucht.

Voraussetzung:

  • unverzügliche Krankmeldung
  • ärztlicher Nachweis

9. Krankmeldung in der Probezeit

In der Probezeit gelten keine Sonderrechte, aber:

  • Kündigungsschutz greift oft noch nicht
  • Krankheit kann faktisch zur Kündigung führen
  • Kündigung wegen Krankheit ist trotzdem nicht automatisch zulässig

Hier entstehen viele Abfindungschancen.

10. Krankmeldung während Kündigung & Kündigungsfrist

Eine Krankmeldung stoppt die Kündigung nicht.

Aber:

  • Lohnfortzahlung läuft weiter
  • Kündigung kann angreifbar sein
  • besonders bei auffälligem Timing

11. Kündigung wegen Krankheit – wann erlaubt?

Juristisch unterscheidet man:

  1. Negative Gesundheitsprognose
  2. Erhebliche Beeinträchtigung betrieblicher Interessen
  3. Interessenabwägung

Diese Hürden sind hoch.
Viele Kündigungen sind unwirksam.

12. Abmahnung wegen Krankmeldung – geht das?

Grundsatz:

Nein, wegen Krankheit an sich nicht.

Aber möglich bei:

  • verspäteter Meldung
  • fehlender AU
  • falschen Angaben

13. Krankmeldung & Homeoffice

Auch im Homeoffice gilt:

  • krank = arbeitsunfähig
  • keine Pflicht zur „leichten Arbeit“
  • kein Zwang zur Erreichbarkeit

14. Minijob, Teilzeit & Befristung

Alle Arbeitnehmer sind gleichgestellt:

  • Anspruch auf Krankmeldung
  • Anspruch auf Lohnfortzahlung
  • Anspruch auf Kündigungsschutz (sofern Voraussetzungen erfüllt)

15. Psychische Erkrankungen & Krankmeldung

Depression, Burnout, Angststörungen:

  • rechtlich vollwertige Krankheiten
  • gleicher Schutz
  • besonders sensibler Kündigungsschutz

16. Datenschutz: Was darf der Arbeitgeber wissen?

Nicht erlaubt:

  • Diagnose
  • Art der Erkrankung

Erlaubt:

  • Dauer der Arbeitsunfähigkeit
  • Beginn & voraussichtliches Ende

17. Typische Fehler bei der Krankmeldung

  • zu spät gemeldet
  • falscher Kommunikationsweg
  • kein Attest
  • Arbeiten trotz AU
  • Social-Media-Posts während Krankheit

Alles häufige Kündigungsansätze.

18. Krankmeldung als Kündigungsfalle – Praxisfälle

Fall 1: Krankmeldung nach Streit → Kündigung
Fall 2: AU ab erstem Tag ignoriert
Fall 3: Krankheit im Urlaub nicht gemeldet

In vielen Fällen: hohe Abfindungen möglich

19. Rechte von Arbeitnehmern (Kurzüberblick)

  • Lohnfortzahlung
  • Datenschutz
  • Kündigungsschutz
  • Abmahnungsschutz
  • Urlaubsrückgewähr

20. Pflichten von Arbeitnehmern

  • unverzügliche Meldung
  • Attestpflicht beachten
  • wahrheitsgemäße Angaben
  • Genesung fördern

21. Checkliste: Krankmeldung rechtssicher durchführen

  • sofort melden
  • richtigen Kanal nutzen
  • Attestfristen prüfen
  • eAU nicht vergessen
  • nichts posten
  • Beratung holen bei Konflikten

22. Klare Empfehlung

Die Krankmeldung ist kein formaler Nebenaspekt, sondern ein zentrales arbeitsrechtliches Risiko- und Schutzinstrument.

Wer Fehler macht, riskiert Abmahnung oder Kündigung.
Wer seine Rechte kennt, kann Kündigungen abwehren oder Abfindungen durchsetzen.

Jetzt einfach beraten lassen – bevor Fristen verstreichen

Wenn es im Zusammenhang mit einer Krankmeldung bereits zu:

  • einer Abmahnung
  • einer Kündigung
  • Druck durch den Arbeitgeber

gekommen ist, sollte sofort rechtlicher Rat eingeholt werden.

Fristen im Arbeitsrecht sind kurz – Chancen auch.

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Eine fehlerhafte Krankmeldung, eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung wegen Krankheit
müssen Sie nicht einfach hinnehmen. In vielen Fällen sind solche Maßnahmen
rechtswidrig – und es bestehen sehr gute Chancen auf eine Abfindung.

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  • ✔ Einschätzung zu Kündigung, Abmahnung oder Druck des Arbeitgebers
  • ✔ Klare Strategie zur Abwehr der Kündigung oder Durchsetzung einer Abfindung
  • ✔ Schnelle Rückmeldung durch einen auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt

Wichtig: Im Arbeitsrecht gelten kurze Fristen.
Je früher Sie handeln, desto besser sind Ihre Erfolgschancen.


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23. FAQ – Arbeitsrecht Krankmeldung

Muss ich ans Telefon gehen, wenn ich krank bin?
Nein.

Darf der Arbeitgeber täglich nachfragen?
Nur eingeschränkt.

Kann ich gekündigt werden, weil ich oft krank bin?
Nur unter strengen Voraussetzungen.

Häufige Fragen (FAQ) zur Krankmeldung im Arbeitsrecht

Was bedeutet eine Krankmeldung im arbeitsrechtlichen Sinne?

Eine Krankmeldung ist die unverzügliche Information des Arbeitgebers, dass der Arbeitnehmer aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit seine vertraglich geschuldete Arbeitsleistung nicht erbringen kann. Sie ist eine arbeitsvertragliche Nebenpflicht und Voraussetzung für den Erhalt der Lohnfortzahlung.

Muss ich mich krankmelden, auch wenn ich nur einen Tag fehle?

Ja. Auch bei einer eintägigen Erkrankung besteht die Pflicht zur Krankmeldung. Unabhängig davon, ob ein ärztliches Attest erforderlich ist, muss der Arbeitgeber rechtzeitig informiert werden.

Wann genau muss die Krankmeldung erfolgen?

Die Krankmeldung muss unverzüglich, also ohne schuldhaftes Zögern, erfolgen. In der Praxis bedeutet das:

  • vor Arbeitsbeginn oder
  • spätestens zu Beginn der regulären Arbeitszeit.

Eine verspätete Krankmeldung kann arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.

Wie darf ich mich krankmelden?

Grundsätzlich ist jede Form zulässig, die den Arbeitgeber zuverlässig erreicht:

  • Telefon
  • E-Mail
  • internes HR-System
  • Messenger-Dienste (z. B. WhatsApp), wenn betrieblich erlaubt

Entscheidend ist, dass die Meldung nachweisbar erfolgt und den richtigen Ansprechpartner erreicht.

Reicht eine WhatsApp oder E-Mail zur Krankmeldung aus?

Das hängt von den betrieblichen Regelungen ab. Gibt es keine ausdrückliche Vorgabe, kann auch eine E-Mail oder WhatsApp ausreichen. Problematisch wird es, wenn:

  • der Arbeitgeber diesen Kanal nicht akzeptiert
  • die Nachricht niemanden erreicht
  • keine Lesebestätigung vorliegt

Im Zweifel ist der telefonische Kontakt der sicherste Weg.

Was muss ich bei der Krankmeldung mitteilen?

Zulässig und erforderlich sind:

  • dass Sie arbeitsunfähig sind
  • ab wann die Arbeitsunfähigkeit besteht
  • wie lange sie voraussichtlich dauert

Nicht erforderlich und nicht erlaubt:

  • Diagnose
  • Art der Erkrankung
  • medizinische Details

Darf der Arbeitgeber nach der Krankheit fragen?

Der Arbeitgeber darf nicht nach der Diagnose oder der konkreten Erkrankung fragen. Er darf lediglich wissen, wie lange die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich dauert.

Ab wann brauche ich ein ärztliches Attest?

Gesetzlich gilt:

  • Attestpflicht ab dem 4. Kalendertag

Aber:
Der Arbeitgeber darf bereits ab dem 1. Krankheitstag ein Attest verlangen – ohne Begründung.

Diese Regelung ist rechtlich zulässig und weit verbreitet.

Was ist die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)?

Die eAU ersetzt die frühere Papier-AU. Seitdem:

  • ruft der Arbeitgeber die Krankmeldung direkt bei der Krankenkasse ab
  • Arbeitnehmer müssen keine AU mehr einreichen
  • die Pflicht zur Krankmeldung bleibt unverändert

Viele arbeitsrechtliche Konflikte entstehen, weil Arbeitnehmer die eAU missverstehen.

Muss ich trotz eAU den Arbeitgeber informieren?

Ja. Die Krankmeldung ist weiterhin Pflicht. Die eAU ersetzt nicht die Mitteilungspflicht gegenüber dem Arbeitgeber.

Habe ich Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit?

Ja, wenn:

  • das Arbeitsverhältnis länger als 4 Wochen besteht
  • die Krankheit nicht selbst verschuldet ist
  • die Krankmeldung ordnungsgemäß erfolgt

Der Anspruch besteht für bis zu 6 Wochen pro Erkrankung.

Was passiert nach 6 Wochen Krankheit?

Nach Ablauf der Lohnfortzahlung zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Das Arbeitsverhältnis besteht grundsätzlich fort.

Gilt die Lohnfortzahlung auch bei Minijob oder Teilzeit?

Ja. Minijobber, Teilzeitkräfte und befristet Beschäftigte haben denselben Anspruch auf:

  • Krankmeldung
  • Lohnfortzahlung
  • Kündigungsschutz (bei Vorliegen der Voraussetzungen)

Darf mir wegen einer Krankmeldung gekündigt werden?

Eine Kündigung allein wegen einer Krankheit ist in der Regel unzulässig. Eine krankheitsbedingte Kündigung ist nur unter sehr strengen Voraussetzungen möglich:

  • negative Gesundheitsprognose
  • erhebliche Beeinträchtigung betrieblicher Interessen
  • Interessenabwägung zugunsten des Arbeitgebers

Viele solcher Kündigungen sind angreifbar.

Kann ich während der Krankheit gekündigt werden?

Ja, eine Kündigung während einer Krankschreibung ist rechtlich möglich. Sie ist aber häufig unwirksam und bietet gute Chancen auf Abfindung, insbesondere wenn:

  • der zeitliche Zusammenhang auffällig ist
  • keine ordnungsgemäße Interessenabwägung erfolgte
  • der Kündigungsschutz greift

Kann ich wegen häufiger Krankmeldungen gekündigt werden?

Auch häufige Krankmeldungen rechtfertigen nicht automatisch eine Kündigung. Der Arbeitgeber trägt eine hohe Beweislast. In der Praxis scheitern viele krankheitsbedingte Kündigungen vor Gericht.

Ist eine Abmahnung wegen Krankheit erlaubt?

Nein, wegen Krankheit an sich nicht.

Möglich ist eine Abmahnung nur bei:

  • verspäteter Krankmeldung
  • fehlendem Attest
  • Verstoß gegen Meldepflichten
  • falschen Angaben

Muss ich im Homeoffice arbeiten, wenn ich krank bin?

Nein. Auch im Homeoffice gilt:

  • krank = arbeitsunfähig
  • keine Pflicht zur Arbeitsleistung
  • kein Zwang zu „leichten Tätigkeiten“

Darf der Arbeitgeber mich während der Krankheit kontaktieren?

Kontakt ist nur in eng begrenztem Rahmen zulässig, z. B.:

  • organisatorische Rückfragen
  • Klärung der voraussichtlichen Dauer

Dauerhafte Kontaktaufnahme oder Druckausübung ist unzulässig.

Was gilt bei Krankheit im Urlaub?

Erkrankt ein Arbeitnehmer im Urlaub und weist dies ärztlich nach:

  • gelten die Urlaubstage nicht als genommen
  • Voraussetzung ist eine sofortige Krankmeldung

Darf ich während der Krankschreibung verreisen?

Grundsätzlich ja – wenn die Reise der Genesung nicht entgegensteht. Problematisch wird es bei:

  • Social-Media-Posts
  • Aktivitäten, die der Krankheit widersprechen
  • fehlender ärztlicher Freigabe

Muss ich während der Krankheit erreichbar sein?

Nein. Eine generelle Erreichbarkeitspflicht besteht nicht.

Kann mir wegen einer fehlerhaften Krankmeldung fristlos gekündigt werden?

Nur in extremen Ausnahmefällen, etwa bei:

  • bewusst falscher Krankmeldung
  • vorgetäuschter Arbeitsunfähigkeit
  • beharrlicher Pflichtverletzung

Auch hier bestehen oft erhebliche Verteidigungsmöglichkeiten.

Welche Rolle spielt die Krankmeldung bei Abfindungen?

Eine fehlerhafte oder angezweifelte Krankmeldung ist häufig:

  • Ausgangspunkt für Kündigungen
  • Hebel für Kündigungsschutzklagen
  • Basis für Abfindungsverhandlungen

Viele Arbeitnehmer unterschätzen dieses Potenzial.

Wann sollte ich einen Anwalt einschalten?

Spätestens wenn:

  • eine Abmahnung erfolgt ist
  • eine Kündigung droht oder ausgesprochen wurde
  • der Arbeitgeber Druck ausübt
  • Zweifel an der Rechtmäßigkeit bestehen

Im Arbeitsrecht gelten kurze Fristen – schnelles Handeln ist entscheidend.

Wie lange habe ich Zeit, gegen eine Kündigung vorzugehen?

In der Regel nur 3 Wochen ab Zugang der Kündigung. Danach gilt sie meist als wirksam – selbst wenn sie rechtswidrig war.

Warum professionelle Beratung bei Krankmeldung wichtig ist

Die Krankmeldung ist einer der häufigsten Auslöser arbeitsrechtlicher Auseinandersetzungen. Kleine Fehler können große Folgen haben – gleichzeitig bieten sie oft beste Chancen, sich erfolgreich zu wehren oder eine Abfindung durchzusetzen.